Die thermische Wirkung von Nahrungsmitteln

Ein wichtiger Bestandteil des 5-Elemente-Kochens ist die thermische Wirkung von Nahrungsmitteln.

In der 5-Elemente-Lehre werden Nahrungsmittel nicht nur einem bestimmten Element zugeordnet (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser), sondern jede Zutat verfügt auch über bestimmte Eigenschaften, die sich im Körper verschieden auswirken. Dieses Wissen ist äußerst hilfreich, wenn es darum geht, Dysbalancen im Körper mithilfe der Ernährung auszugleichen.

Die 5 thermischen Wirkungen

Wir unterscheiden zwischen folgenden Wirkungen:

  • kalt
  • erfrischend
  • neutral
  • warm
  • heiß

Das bedeutet, dass ein Gericht oder ein Getränk, das warm genossen wird, dennoch eine kühlende Wirkung auf den Körper haben kann und umgekehrt. Für uns im Westen ist das etwas schwer zu verstehen. Wie kann es sein, dass beispielsweise Pfefferminztee den Körper erfrischt, obwohl man ihn heiß trinkt? Oder dass man zu Schwitzen anfängt, wenn man einen scharfen Schnaps trinkt, der doch kühl serviert wird?

Wissenschaftlich lässt sich die thermische Wirkung bisher nicht belegen, aber die Erfahrung zeigt, dass sie sehr wohl existiert: thermisch kalte und erfrischende Nahrungsmittel kühlen und befeuchten den Körper. Neutrale, warme oder heiße Nahrungsmittel hingegen wärmen, trocknen und dynamisieren.

Hast du beispielsweise eine Konstitution, die zu Hitze und/oder Trockenheit neigt, dann sorgen abkühlende Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Salate für die nötige Befeuchtung, Abkühlung und Beruhigung. Neigst du hingegen zu Kälte und/oder Feuchtigkeit, hast einen langsamen Stoffwechsel und bist antriebslos, wären kühlende Nahrungsmittel wie z.B.  Milchprodukte und Südfrüchte fehl am Platz. Hier brauchst du neutrale, wärmende und kleine Mengen heiße Lebensmittel, die deinen Körper wieder aufwärmen.

Die große Kunst beim 5-ELemente-Kochen ist es, die Speisen so zuzubereiten, dass sie thermisch ausgewogen sind. Extreme sollte man grundsätzlich meiden, d.h. kalte und heiße Substanzen solltest du nur in kleinsten Mengen verwenden.

Eine gute Wahl sind in der Regel neutrale Zutaten als Basis (z.B. Getreide), die man mit leicht wärmenden oder erfrischenden Zutaten kombiniert. Diese Mischung ist ideal, um das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang im Körper zu bewahren.

Wenn du die thermische Wirkweise der Speisen beachtest, kannst du bereits die gröbsten Ernährungsfehler im Ansatz vermeiden. Anfangs mag es schwierig erscheinen, dir die Wirkweise der einzelnen Nahrungsmittel zu merken. Doch mit der Zeit wirst du lernen, welche Zutat wie wirkt. Als Starthilfe findest du in fast jedem 5-Elemente-Kochbuch ausführliche Nahrungsmittellisten dazu.

Hier nur eine kleine beispielhafte Auswahl:

kalterfrischendneutralwärmendheiß
BohnensprossenWeizenDinkelHuhnfast alle Fleischsorten
Tomatenfast alle MilchprodukteRoggenSchaf- und ZiegenkäseAlkoholika
fast alle SüdfrüchteApfelHirsefast alle GewürzeChili
WassermeloneErdbeerePolentaKaffeeCayennepfeffer
JoghurtWeißweinKarotteRotweinPfeffer
Gurkefast alle BlattsalatePflaumeKakaoSchimmelkäse
Mineralwassergrüner TeeRindfleischAprikoseYogi-Gewürztee
SojasauceBananenButterPfirsichGlühwein
SalzSpinatEierHaferCurry
Koch dich glücklich-Tipp:
Noch mehr über die thermische Eigenschaften von Lebensmitteln und deren Wirkung erfährst du in meinen Kochkursen.

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