Wasser

Das Element Wasser steht für Stille, Tiefe, Besinnlichkeit und Ruhe.

Der Winter ist die Jahreszeit des Wassers: die Natur befindet sich im Winterschlaf. Alle Samen und Keime ruhen nun rief in der Erde. Die Tage sind kurz, die Nächte lang und die Sonne hat nur wenig Kraft und Wärme. Kälte und Eis bestimmen die Landschaft, Mensch und Tier leben zurückgezogen und sind nur wenige Stunden im Freien. Alles scheint zum Stillstand gekommen zu sein.

Die zugeordnete Farbe ist schwarz/blau, die Tageszeit die Nacht.

Niere und Blase – die Organe des Wassers

In der TCM werden dem Wasserelement die Funktionskreise Niere und Blase zugeordnet.

Die Niere hat hierbei eine besondere Bedeutung, da sie den Speicherort für unsere Lebensenergie darstellt. Sie ist sozusagen unsere „eiserne Energiereserve“, unser Lebenskapital. Ist dieses Kapital zur Gänze aufgebraucht, sterben wir. Es ist daher wichtig, die Essenz der Nieren zu schützen und zu bewahren.

Die Emotion des Wassers ist die Angst. Man sagt z.B. „starr vor Angst“ (die Starrheit des winterlichen Eises ist eine typische Wasserqualität). Je älter ein Mensch wird, desto stärker prägen sich die Eigenschaften des Wassers aus. Daher ist erklärbar, warum so viele ältere Menschen starrsinnig und einzelgängerisch werden.

Ist das Wasserelement geschwächt oder gestört, entstehen Blasenentzündungen, Harnweginfekte, Inkontinenz, Probleme mit Knochen und Zähnen (Osteoporose, Rückenschmerzen, Knieschmerzen, Zahnausfall) oder Schwierigkeiten mit dem Fortpflanzungssystem (Impotenz, Libidomangel, Sterilität).

Auf der psychischen Ebene finden sich Mut- und Hoffnungslosigkeit bis hin zur Depression, Angst- und Panikerkrankungen, Phobien oder Minderwertigkeitskomplexe. Auch machtsüchtiges, starrsinniges oder autoritäres Verhalten kommt vor.

Besonders wichtig für die Wahrung der Nierenenergie ist Wärme: die Nieren mögen es gerne gleichmäßig warm. Daher sollte man diese Körperregion speziell im Winter immer warm halten.

Auf der seelischen Ebene stärken innere Einkehr und angemessene Ruhezeiten das Wasserelement. Regelmäßiges Meditieren hilft hier, um die wertvolle Nierenessenz zu bewahren und wieder aufzufüllen.

Der Geschmack von Wasser: salzig

Die Geschmacksrichtung, die dem Wasserelement zugeordnet wird, ist salzig. Wasser hat eine nach unten gerichtete, aufweichende Wirkung.

Zum Wasser gehören alle Fischarten sowie Algen (Nori), Salz, aber auch Parmesan. Auch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Linsen, Soja(sauce), Schweinefleisch und Miso zählen dazu. Unter den Früchten wäre die Umeboshi-Pflaume zu nennen.

Im Winter sollte die Ernährung insgesamt generell aus vielen wärmenden Zutaten bestehen. Die Gerichte sollten einfacher ausfallen und keine Extreme beinhalten. Ideal sind Suppen aus Wurzelgemüse und Getreide wie Gerste und Hirse. Sie helfen, die Energie in den Nieren zu halten.

Koch dich glücklich-Tipp:
Auch wenn Kochsalz zum Wasserelement zählt, sollte man es nur äußerst sparsam einsetzen. Besser und gesünder sind Soja- und Fischsauce, die beide sehr salzig schmecken und den Gerichten ein zusätzliches umami-Aroma verleihen. Darunter versteht man eine eigene Geschmacksrichtung, die erstmals vom japanischen Forscher Ikeda Kikunae beschrieben wurde. Dabei handelt es sich um ein fleischig-würziges Aroma, das Gerichten eine besondere Schmackhaftigkeit verleiht.

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