Holz

Das Element Holz steht für Neubeginn, explosives Wachstum, emporstrebende Kräfte, drängende Dynamik und Bewegung.

Die Holzqualität ist eng mit dem Frühling verbunden: jetzt sprießen alle Knospen, drängen Halme an die Erdoberfläche. Alles wächst, gedeiht und wird wieder grün nach dem langen Winter. Die zugeordnete Farbe ist grün, die Tageszeit der frühe Morgen.

Leber und Galle – die Organe des Holzes

In der TCM werden dem Holzelement die Funktionskreise Leber und Galle zugeordnet. Die Leber ist als zentrales Entgiftungsorgan besonders störanfällig und gerät leicht aus dem Gleichgewicht.

Stress, schlechte Ernährung, wenig Schlaf, zu wenig Bewegung und eine allgemein hektische Lebensweise lassen das Qi der Leber stagnieren. Diese aufgestaute Energie führt zu Blockaden, die sich auf vielfältige Weise in Körper und Seele manifestieren können: Kopfschmerzen, Migräne, Muskelkrämpfe und -verspannungen, Entzündungen, Regelschmerzen oder Brustspannen sind nur einige Beispiele für die zahlreichen Beschwerdebilder einer gestauten Leber.

Seelisch machen sich Leberstauungen durch Wut, Zorn oder Reizbarkeit bemerkbar.  Man fühlt sich leicht eingeengt, ist ungeduldig oder zynisch.

Stressreduktion, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige moderate Bewegung helfen, die Leber wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Der Geschmack von Holz: sauer

Die Geschmacksrichtung, die dem Holzelement zugeordnet wird, ist sauer. Säure wirkt zusammenziehend, da sie die Wirkung von Lebensmitteln nach innen richtet. Außerdem stärkt sie Leber und Galle. Holz hat eine nach innen zusammenziehende Wirkung.

Zum Holzelement gehören viele Obst- und Gemüsesorten, wie Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Tomaten oder Sprossen. Auch Essig, Joghurt, Hühnerfleisch und Weizen zählen zum Holz.

Besonders im Frühling sollte die Ernährung an die Bedürfnisse der Leber angepasst werden: viele grüne Gemüsesorten – am besten gedünstet oder blanchiert – , frische Kräuter, Keime und Sprossen sind ideal, um den Körper zu entgiften und überflüssige Salze auszuleiten, die sich während des Winters angesammelt haben.

Aber Achtung: wer nun denkt, er müsse nur möglichst viele saure Nahrungsmittel zu sich nehmen, ist buchstäblich auf dem „Holz“-Weg. Denn ein Zuviel davon kann die Leber noch zusätzlich belasten. Daher sollte man dem Grundsatz folgen: sauer lieber nur in Maßen! Vor allem, wenn bereits ein Leber-Qi-Stau besteht. Dann ist es besser, saure Nahrungsmitteln nur sehr sparsam zu verwenden.

Koch dich glücklich-Tipp:
Im Anfangsstadium von Erkältungen sollte man saure Lebensmittel meiden. Die angeblich so gesunden Zitrusfrüchte im Winter sind aus TCM-Sicht absolut kontraindiziert, da sie den Körper noch zusätzlich auskühlen und Erkältungen somit noch fördern!

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